Wolfgang Heuwinkel
Ausstellung Nördlingen
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© 2018 Wolfgang Heuwinkel



Einführung zur Ausstellungseröffnung (Auszug) Dr. Gabriele Holthuis Heuwinkel modelliert sein Papier, weil er neugierig ist auf das Ergebnis, weil er um die Wandlungsmöglichkeiten weiß und diese immer wieder neu ausloten will. Dazu gehört, neben dem Ausgesetztsein der vier Elemente, auch das Ausgesetztsein in der Landschaft. Aus dem folgt, dass Bäume und Büsche durch die Zellstoffbahnen hindurch wachsen, dass die Oberflächen mit Schnee bedeckt werden oder dass Wolfgang Heuwinkel selbst Setzlinge in die Zellstofflblöcke pflanzt und dann beides der Natur überlässt. Ökologische Prozesse von Werden, Wachsen und Vergehen bestimmen die Intension des Künstlers. Diese konzeptionellen Arbeiten lassen sich auch als Plädoyer für die Ethik der Nachhaltigkeit verstehen. Dass Wolfgang Heuwinkel weniger am Ergebnis als am Prozess des Gestaltens selbst interessiert ist, können wir in der Ausstellung gut nachvollziehen. Heuwinkel will Papier erlebbar machen und möchte auch, dass wir an seiner Passion teilhaben. z.B. am Prozess der "Holz/Zellstoff/Farbe/Wasser-Installation - Bestehend aus vier aneinander stoßenden Farbwannen und einigen Zellstoffbahnen, die auf geschälten Baumstämmen aufliegen. Durch einen eigendynamischen Kapillar-Prozess saugen die Zellstoffbahnen allmählich, ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten folgend, die Farben in sich auf und bewirken permanente Farbveränderungen. Erst nach dem Trocknungsprozess wird sich das bleibende optische Ergebnis zeigen.